HÄMORRHOIDEN-OP

vor OP – ambulant

Kommen Sie bitte am OP-Tag nüchtern zur vereinbarten Zeit in unsere Praxisklinik. Bitte bringen Sie hierzu die notwendigen Befunde von Ihrem Hausarzt mit. Sie werden dann von uns in den OP begleitet.

Operation
Die Hämorrhoiden-Operation erfolgt in der Technik nach Milligan-Morgan oder Longo, d. h. die Hämorrhoiden werden mit der darüber liegenden Schleimhaut abgetragen. Hierbei auftretende Blutungen werden in der Regel elektrisch gestillt. Der Wundverschluss erfolgt im Analkanal mit selbstauflösenden Fäden. Nach außen hin wird die Wunde jedoch offen gelassen, damit das entstehende Wundsekret guten Abfluss hat. Der Schließmuskel bleibt unberührt. Komplikationen, die in der Folge selten auftreten können, sind Infektionen, Blutungen und Analvenenthrombosen.

nach OP

Postoperativ erhalten Sie zweimal täglich schmerzstillend und abschwellend wirkende Zäpfchen. Bei Bedarf auch häufiger. Achten Sie auf weichen Stuhlgang. Als unterstützende Maßnahme können wir Ihnen Ballaststoffe in Form von Flohsamenschalen (Mucofalk) rezeptieren. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Wunde sollte zweimal am Tag sowie nach jedem Stuhlgang ausgeduscht werden, anschließend tragen Sie etwas Salbe auf und legen eine Kompresse vor. Die Haut um den After herum sollte zum Schutz vor dem Wundsekret mit Zinkpaste (z. B. Penaten-Creme) abgedeckt werden. Die Absonderung von Wundsekret und leichte Blutung sind normal. Nach dem Stuhlgang kann sich evtl. auch etwas Blut zeigen.  Ein „Abduschen“ der Wunde säubert die Wunde schonend. Diese Maßnahme können Sie auch mehrmals am Tag durchführen. Anschließend sollten Sie die Wunde vorsichtig trocken tupfen. Stuhlgang hat keine negativen Auswirkungen auf Ihre Wunde. Halten Sie ihn nicht zurück, sondern geben Sie dem Stuhldrang nach.

zu Hause
Mit einer Arbeitsunfähigkeit von ca. 2 Wochen ist zu rechnen. In dieser Zeit sollten Sie sich schonen und auf sportliche Betätigung verzichten. Schwimmbad und Sauna dürfen erst nach vollständiger Wundheilung wieder besucht werden. Einen Termin in der Praxis zur Kontrolle sowie ein Rezept für Schmerzmittel erhalten Sie von uns bei Entlassung. Diese wirken gegen Schmerzen, Schwellung und Entzündung und werden 1 – 2 Wochen, je nach Bedarf, benötigt. Sehr selten kann es nach Entlassung zu stärkeren Blutungen, nicht nachlassenden Schmerzen, Neuauftreten von schmerzhaften Knoten (Analvenenthrombose) und Fieber kommen. In diesen Fällen rufen Sie uns bitte an.

Wir sind immer für Sie erreichbar:
tagsüber in der Praxis: 0721/8931244

Analfistel-Operation:

vor
OP – ambulant
Die operative Therapie besteht in der Fistelspaltung nach Aufsuchen des Fistelganges. Wichtig ist die Schaffung eines breit offenen und flachen Wundgrabens, damit sich die Wunde nicht zu früh unter Verklebung der Wundränder verschließt und das entstehende Wundsekret guten Abfluss hat. Häufig bestehen neben einem Hauptfistelgang noch Nebengänge, die ebenfalls gespalten werden müssen. Die Fistel wird so gespalten, dass keine dauerhafte Schädigung des Schließmuskels auftritt. Komplikationen, die in der Folge selten auftreten können, sind Infektionen und Blutungen.

nach OP
Postoperativ erhalten Sie zweimal täglich schmerzstillend und abschwellend wirkende Zäpfchen. Bei Bedarf auch häufiger. Achten Sie auf weichen Stuhlgang. Als unterstützende Maßnahme können wir Ihnen Ballaststoffe in Form von Flohsamenschalen (Mucofalk) rezeptieren. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Wunde sollte zweimal am Tag. Sowie nach jedem Stuhlgang. Ausgeduscht werden. Anschließend tragen Sie etwas Salbe auf und legen eine Kompresse vor. Die Haut um den After herum sollte zum Schutz vor dem Wundsekret mit Zinkpaste (z. B. Penaten-Creme) abgedeckt werden. Die Absonderung von Wundsekret und leichte Blutung sind normal. Nach dem Stuhlgang kann sich evtl. auch etwas Blut zeigen.  Ein „Abduschen“ der Wunde säubert die Wunde schonend. Diese Maßnahme können Sie auch mehrmals am Tag durchführen. Anschließend sollten Sie die Wunde vorsichtig trocken tupfen. Stuhlgang hat keine negativen Auswirkungen auf Ihre Wunde. Halten Sie ihn nicht zurück, sondern geben Sie dem Stuhldrang nach. Selten kann eine leichte Undichtigkeit auftreten, die jedoch in der Regel bis zum Abschluss der Wundheilung reversibel ist.

zu Hause
Mit einer Arbeitsunfähigkeit von ca. 3 Wochen ist zu rechnen. In dieser Zeit sollten Sie sich schonen und auf sportliche Betätigung verzichten. Schwimmbad und Sauna dürfen erst nach vollständiger Wundheilung wieder besucht werden. Einen Termin in der Praxis zur Kontrolle sowie ein Rezept für Verbandsmaterial, Salbe und Zäpfchen erhalten Sie von uns bei der Entlassung. Diese wirken gegen Schmerzen, Schwellung und Entzündung und werden 1 – 2 Wochen, je nach Bedarf, benötigt. Sehr selten kann es nach Entlassung zu stärkeren Blutungen, nicht nachlassenden Schmerzen und Fieber kommen.

In diesen Fällen rufen Sie uns bitten an.

Tagsüber in der Praxis: 0721/8931244

Gummiring-Abbindung
Bei dieser Behandlung wird mit einem kleinen Gummiring eine Hämorrhoide bzw. eine Schleimhautfalte abgebunden. Dieses abgebundene Gewebe schrumpft nun und fällt in den nächsten zwei Wochen mit dem Gummiring ab, meist ohne im Stuhl erkennbar zu sein.

Gelegentlich kommt es mit dem Abgang von Gummiring und Gewebe zu einer kleinen harmlosen Blutung. Dies sollte Sie keineswegs beunruhigen! Gegen den möglicherweise auftretenden Druck oder gegen Schmerzen im After erhalten Sie jetzt 1 oder 2 Zäpfchen.

Die nächsten 14 Tage dürfen keine gerinnungshemmenden Medikamente genommen werden (z. B. Aspirin, ASS oder Marcumar). Sie sind weiterhin arbeitsfähig, aber Sie sollten sich heute mit Alkohol, Kaffee und Sport zurückhalten. Extrem selten kann es zu stärkeren Blutungen kommen.

In diesem Fall rufen Sie bitte an:
Tagsüber in der Praxis: 0721/8931244