BESENREISER


Besenreiser nennt man kleine rote oder blaue Äderchen der Beine.

Besenreiser sind  lästige aber an sich völlig harmlose Gefäßerweiterungen, wie sie vornehmlich (aber nicht nur) bei Frauen auftreten.

Bereits sehr junge und schlanke Frauen leiden oft unter dieser  Variante der Krampfadererkrankung. Der Name Besenreiser entstand, weil diese Äderchen in ihrer Form und Art der Verzweigung den kleinen Ästchen ähneln, welche früher zu Kehrbesen zusammengebunden wurden. Besenreiser zählen zu den Venenleiden.
Allen Venenveränderungen liegt eine Störung der Bein- und Beckenvenen zugrunde.

Therapie:

Beim Vorliegen solcher Besenreiser sollte man zunächst einmal die Ursache genau abklären, ob nicht schon eine der größeren Stammvenen erkrankt ist: Manchmal liegt im Verborgenen schon eine Krampfader der Stammvenen vor, die äußerlich noch nicht sichtbar ist.
Wir wenden zur Therapie zum einen die konventionelle Venenverödung an: Dabei wird ein flüssiges alkoholisches Verödungsmittel in die betroffene Vene (oder eben den Besenreiser) gespritzt. Dabei wird die Innenwand der Vene bewusst geschädigt und es kommt, meist über den Zwischenschritt einer lokalen minimalen Thrombose, zu einem Verschluss der Vene oder des Besenreisers.

Zum anderen benutzen wir zur Therapie ein hochmodernes, leistungsstarkes Lasersystem.

Die Laserbehandlung der Besenreiser ist die effektivste Methode und erzielt sicher die ästhetisch besten Ergebnisse.

Wir setzen zur Behandlung von Besenreisern ein Dioden-Lasersystem ein:
Dabei werden die Besenreiser mit energiereichen Lichtimpulsen in einer Wellenlänge kurzfristig (etwa 50 Millisekunden lang) so bestrahlt, dass das Laserlicht die Haut und die Pigmentschicht derselben schadlos passiert und in den dünnen Haut- und Unterhautgefäßen, also den Besenreisern, seine volle Wirkung entfaltet.

Durch den Lichtimpuls wird das Blut in dem Besenreisern so erhitzt, dass das kleine Gefäß platzt. Es entsteht ein kleiner, lokaler Bluterguss von wenigen Millimetern Ausdehnung, den der Körper, zusammen mit den Resten des Besenreiser, innerhalb von 10 – 14 Tagen abbaut.

Im Gegensatz zur Verödungstherapie  bleiben praktisch nie Pigmentverschiebungen zurück, das heißt: keine braunen oder hellen Flecken.

Die Laserbehandlung der Besenreiser wird selbstverständlich ambulant ausgeführt und dauert pro Bein in der Regel etwa 10 – 15 Minuten. Nach der Behandlung muss – ebenfalls im Gegensatz zur Verödung  – kein Kompressionsstrumpf getragen werden und die Patienten können noch am selben Tag wieder weiter arbeiten oder Sport treiben.

Zur vollständigen Beseitigung von Besenreisern sind oft mehrere dieser kleinen Sitzungen erforderlich, meist zwei bis drei.

Eine lebenslange Befreiung von Besenreisern allerdings gibt es nicht: In der Regel treten die störenden kleinen Gefäße nach einigen Jahren (manchmal auch schon früher) wieder auf und müssen dann erneut behandelt werden.